Patientengewinnung
Google-Bewertungen für Heilpraktiker: Mehr Bewertungen bekommen und richtig antworten
Kurz gesagt
Mehr Google-Bewertungen bekommen Heilpraktiker, wenn sie zufriedene Patienten persönlich und ohne Gegenleistung darum bitten und ihnen einen direkten Link oder QR-Code geben. Antworten sollten kurz und freundlich sein und niemals bestätigen, dass jemand Patient der Praxis ist.
Warum sind Google-Bewertungen für eine Heilpraktikerpraxis wichtig?
Weil sie für viele Menschen der erste Eindruck von Ihrer Praxis sind, noch bevor sie Ihre Website besuchen. Bewertungen erscheinen direkt in Ihrem Google-Unternehmensprofil, also dort, wo Menschen in Ihrer Nähe nach einer Praxis suchen. Mehrere aktuelle, ehrliche Bewertungen zeigen, dass Ihre Praxis aktiv ist und Menschen sich bei Ihnen gut aufgehoben fühlen. Wie Sie das Profil selbst einrichten, erklärt der Artikel Google-Unternehmensprofil für Heilpraktiker.
Wie bitte ich Patienten um eine Bewertung?
Persönlich, kurz und zum richtigen Zeitpunkt. Ein guter Moment ist das Ende eines Termins, wenn ein Patient von sich aus sagt, dass er sich wohlgefühlt hat. Ein Satz wie „Wenn Sie möchten, freue ich mich über eine kurze Bewertung bei Google, das hilft anderen bei der Suche nach einer Praxis“ genügt. Machen Sie es dabei so einfach wie möglich:
- Erstellen Sie in Ihrem Google-Profil einen direkten Bewertungslink oder einen QR-Code, Google bietet beides an
- Legen Sie eine kleine Karte mit QR-Code an den Empfang
- Schicken Sie den Link auf Wunsch per E-Mail, statt ihn nur zu erwähnen
- Fragen Sie regelmäßig, nicht in einer einmaligen Aktion
Respektieren Sie es, wenn jemand lieber keine Bewertung schreibt. Gerade bei persönlichen Gesundheitsthemen möchten viele Menschen nicht öffentlich sichtbar sein.
Darf ich für Bewertungen etwas anbieten?
Nein. Google verbietet ausdrücklich Anreize für Rezensionen, zum Beispiel kostenlose oder vergünstigte Leistungen als Gegenleistung. Das gilt auch für kleine Aufmerksamkeiten oder Rabatte auf den nächsten Termin. Bewertungen sollen auf echten Erfahrungen beruhen. Verzichten Sie außerdem darauf, Bewertungen selbst zu schreiben, von Bekannten schreiben zu lassen oder zu kaufen. Ehrliche Bewertungen in moderater Zahl wirken ohnehin glaubwürdiger als eine plötzliche Flut.
Wie antworte ich auf Bewertungen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen?
Antworten Sie freundlich, kurz und allgemein, und bestätigen Sie nie, dass die Person bei Ihnen in Behandlung ist. Schon die Information, dass jemand eine Heilpraktikerpraxis besucht, gehört zu dem, was Sie vertraulich behandeln. Gehen Sie deshalb in Antworten nie auf Beschwerden, Diagnosen, Behandlungen oder Termine ein, auch dann nicht, wenn die Person selbst davon erzählt. Gute Antworten auf positive Bewertungen klingen zum Beispiel so:
- „Vielen Dank für Ihre freundlichen Worte.“
- „Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung, das freut uns sehr.“
Vermeiden Sie dagegen Formulierungen wie „Schön, dass es Ihnen nach der Behandlung besser geht“ oder „Wir freuen uns auf Ihren nächsten Termin“.
Wie gehe ich mit einer negativen Bewertung um?
Ruhig, mit etwas Abstand und ohne Details. Eine einzelne kritische Bewertung ist für Leser meist weniger wichtig als die Art, wie Sie darauf reagieren. Lassen Sie einen Tag vergehen, bevor Sie antworten. Schreiben Sie dann sachlich und höflich, ohne sich zu rechtfertigen und ohne auf die Schilderung einzugehen, zum Beispiel:
„Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Ihre Rückmeldung genommen haben. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich hier grundsätzlich nicht zu einzelnen Anliegen äußere. Wenn Sie möchten, rufen Sie mich gern direkt in der Praxis an.“
Google empfiehlt bei negativen Rezensionen ebenfalls, keine privaten Daten preiszugeben und einen Kontakt außerhalb der Plattform anzubieten. Verstößt eine Bewertung gegen die Google-Richtlinien, etwa weil sie beleidigend ist oder offensichtlich nicht auf einer echten Erfahrung beruht, können Sie sie über Ihr Profil zur Prüfung melden.
Darf ich Bewertungen auf meiner Website zeigen?
Ja, mit etwas Sorgfalt. Ein Hinweis auf Ihr Google-Profil oder ein Link zu Ihren Bewertungen ist eine gute Ergänzung für die Website. Wenn Sie einzelne Stimmen direkt auf der Website zeigen, gilt das Heilmittelwerbegesetz: Äußerungen Dritter dürfen nicht missbräuchlich, abstoßend oder irreführend sein. Bevorzugen Sie deshalb Stimmen, die Atmosphäre, Zeit und Beratung beschreiben, statt einen bestimmten Heilerfolg. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Was dürfen Heilpraktiker auf ihrer Website schreiben?
Wie spielen Bewertungen, Google-Profil und Website zusammen?
Bewertungen machen neugierig, die Website überzeugt. Wer Ihre Bewertungen gelesen hat, klickt meist als Nächstes auf den Link zu Ihrer Website, um mehr über Ihre Arbeitsweise, den Ablauf und die Honorare zu erfahren. Findet er dort klare Antworten, wird aus dem ersten guten Eindruck eine Anfrage. Weitere Wege zu neuen Anfragen beschreibt der Artikel Neue Patienten gewinnen als Heilpraktiker, und wie Ihre Praxis auch in Antworten von KI-Assistenten auftaucht, steht auf der Seite KI-Sichtbarkeit für Heilpraktiker.
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