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Praxiswebsite

Praxiswebsite selbst erstellen oder erstellen lassen? Baukasten und Webdesigner im Vergleich

Von Jonas Siepen, Webdesign für HeilpraktikerAktualisiert am 31. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Mit einem Baukasten können Sie Ihre Praxiswebsite selbst erstellen, wenn Sie Zeit, Freude am Schreiben und ein Gespür für Gestaltung mitbringen. Die größten Aufgaben sind dabei nicht die Technik, sondern Texte, Heilmittelwerbegesetz, Sichtbarkeit bei Google und die laufende Pflege. Wer diese Zeit lieber in Patienten steckt, ist mit einem Webdesigner meist besser beraten.

Kann ich meine Praxiswebsite selbst mit einem Baukasten erstellen?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace bieten fertige Vorlagen, und eine erste Seite steht oft schon an einem Nachmittag. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, ob Sie es können, sondern ob sich der Aufwand für Ihre Praxis lohnt und ob das Ergebnis Patienten wirklich überzeugt.

Wie viel Zeit kostet eine selbst erstellte Website wirklich?

Deutlich mehr, als die meisten erwarten. Das Zusammenklicken einer Vorlage geht schnell. Zeit kosten die Schritte davor und danach:
  • Struktur festlegen: welche Seiten es gibt und in welcher Reihenfolge
  • Texte für Startseite, Über mich, Schwerpunkte, Ablauf und Honorare schreiben
  • Fotos auswählen, zuschneiden und für schnelle Ladezeiten verkleinern
  • Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis einrichten
  • Alles auf dem Handy prüfen und nachbessern
Rechnen Sie ehrlich: Jede Stunde am Bildschirm ist eine Stunde, die Ihnen in der Praxis oder für Ihre Erholung fehlt.

Wer schreibt die Texte, und warum ist das der schwierigste Teil?

Bei einem Baukasten schreiben Sie alle Texte selbst, und genau daran scheitern die meisten Websites. Viele Heilpraktiker beschreiben Verfahren und Ausbildungen, während Besucher eigentlich wissen möchten: Bin ich hier richtig, wie läuft ein Termin ab, was kostet er? Ein Webdesigner mit Erfahrung in Ihrer Branche bringt eine erprobte Struktur mit und stellt die Fragen, die Ihre Patienten haben. Welche Inhalte auf keinen Fall fehlen sollten, steht im Artikel Was gehört auf die Website eines Heilpraktikers?

Worauf muss ich beim Heilmittelwerbegesetz und den Pflichtangaben achten?

Für Heilpraktiker gilt das Heilmittelwerbegesetz: Leistungen werden sachlich beschrieben, ohne Erfolgsversprechen. Ein Baukasten prüft das nicht für Sie, die Verantwortung für jede Formulierung bleibt bei Ihnen. Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung. Das ist gut machbar, wenn Sie sich an geprüfte Vorlagen halten. Was speziell ins Impressum gehört, erklärt der Artikel Impressum für Heilpraktiker.

Wie gut ist ein Baukasten bei Technik und Google-Sichtbarkeit?

Die Technik ist bei den bekannten Anbietern solide: sicheres Hosting, Darstellung auf dem Handy und grundlegende SEO-Einstellungen sind dabei. Die Unterschiede entstehen bei der Umsetzung. Damit Ihre Praxis gefunden wird, braucht es Seitentitel mit Beruf und Ort, eine eigene Unterseite pro Schwerpunkt, klare Antworten auf typische Suchfragen und schnelle Ladezeiten. Diese Dinge erledigt kein Baukasten automatisch, Sie müssen sie kennen und selbst umsetzen. Gleiches gilt für Antworten von KI-Assistenten, mehr dazu unter KI-Sichtbarkeit für Heilpraktiker.

Wer kümmert sich nach dem Start um Pflege und Änderungen?

Bei einer selbst erstellten Website: Sie. Neue Urlaubszeiten, geänderte Honorare, ein weiterer Schwerpunkt oder eine neue Rechtslage, alles landet auf Ihrem Tisch. Das ist kein Problem, wenn Sie gern am Computer arbeiten. Viele Praxisinhaber merken aber nach einigen Monaten, dass die Website still veraltet, weil im Alltag die Zeit fehlt. Ein Webdesigner mit Betreuung übernimmt solche Änderungen, sodass Sie nur noch Bescheid geben.

Wann ist selbst erstellen die richtige Wahl, und wann nicht?

Selbst erstellen passt gut, wenn:
  • Sie gerade gründen und zunächst eine einfache Visitenkarte im Netz brauchen
  • Sie gern schreiben und Freude an Gestaltung haben
  • Sie Zeit haben, sich in Struktur, Texte und Google-Grundlagen einzuarbeiten
Erstellen lassen ist meist sinnvoller, wenn:
  • Ihre Website gezielt neue Patienten bringen soll
  • Sie Ihre Zeit lieber für Behandlungen und Ihr Leben außerhalb der Praxis nutzen
  • Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Leistungen ohne Heilversprechen beschreiben
  • Ihre bisherige Website kaum Anfragen bringt
Ein Mittelweg ist ebenfalls möglich: Sie starten mit einer einfachen eigenen Seite und lassen später eine professionelle Website bauen, sobald klar ist, welche Schwerpunkte Sie wirklich anbieten. Zum Start einer Praxis hilft dabei der Artikel Praxisgründung als Heilpraktiker: Checkliste für den Online-Auftritt.

Wie finde ich heraus, was für meine Praxis passt?

Stellen Sie sich drei Fragen: Wie viele Stunden kann und will ich investieren? Wie sicher fühle ich mich beim Schreiben über meine Arbeit? Soll die Website vor allem informieren oder aktiv neue Anfragen bringen? Wenn Sie bei mindestens zwei Antworten zögern, lohnt sich ein Blick auf professionelle Unterstützung. Was eine Website kostet und wovon das abhängt, lesen Sie im Artikel Was kostet eine Website für Heilpraktiker? Wie ich dabei vorgehe, steht unter Webdesign für Heilpraktiker.
Am einfachsten entscheiden Sie mit einem konkreten Beispiel vor Augen. Ich erstelle Ihnen gern eine kostenlose Musterseite für Ihre Praxis, unverbindlich. So sehen Sie, wie eine professionelle Website für Sie aussehen könnte, und können sie mit dem vergleichen, was Sie selbst bauen würden.

Nächster Schritt

Sehen Sie, wie Ihre Praxis online wirken könnte.

Ich erstelle Ihnen kostenlos und unverbindlich eine individuelle Musterseite. In einem kurzen Gespräch von rund 25 Minuten klären wir vorher, was Ihre Praxis ausmacht. Erst ansehen, dann entscheiden.

Lieber schreiben? jonas.siepen@praxis-webagentur.de